Geschichte des Segelfliegen

Otto Lilienthal war der erste Mensch, der entdeckte, dass man alleine mit idealer Nutzung der Thermik fliegen kann. Er verzeichnete erste Erfolge als Gleitflieger, oder Segelflieger. Leider wurden später dann die Motoren erfunden, und der Bequemlichkeit der Menschheit zu Dank gerieten die Segelflieger wieder so ziemlich in den Hintergrund um nicht zu sagen, ganz in Vergessenheit.

Segelfliegen wurde erst dann wieder interessant für die Deutschen, als der Versailler Vertrag zu Stande kam, der es den Deutschen verboten hatte, motorisierte Flugzeuge zu fliegen. Schnell erinnerte man sich wieder an die Geschichte der Segelflieger. Ein Segelflugzeug ermöglicht die Bewegung in der Luft ohne den Vertrag zu brechen, schließlich waren ja keine Motoren an Bord. Die Wasserkuppe in der Rhone mit gut 950 Metern Höhe war hier eine geeignete Anhöhe, bzw. der höchste Berg der Rhone, um verschiedene Segelflugzeugtypen auszuprobieren.

Foto: Ein wahrer Oldtimer – Segelflieger

Viele Militärflieger aus dem Krieg versammelten sich auch hier, um dem Hobby des Fliegens nachgehen zu können. Die ersten, die die Wasserkuppe für den Segelflugsport entdeckten waren Studenten im Jahre 1910 fanden sie heraus, dass durch den Aufwind, den das Flugzeug am Abhang erreichte, die ideale Startmöglichkeit für Segelflieger war. Noch heute befindet sich auf dem Berg ein Museum von Segelfliegern, in dem einer der Gründer dort oben „Alexander Liepisch“ als erster erwähnt wird.
Immer weitere Forschungen an den Segelfliegern und Versuche mit neuen Starttechniken entwickelten sich zu den Segelfliegern wie wir sie heute haben. Ausgereifte Techniken und die beste Nutzung des Aufwinds für Segelflieger fanden damals auf der Wasserkuppe ihren Durchbruch. Ein- und Zweisitzer-Segelflugzeuge wurden nach und nach entwickelt, um die idealen Gegebenheiten des Windes und der Aerodynamik ausnutzen zu können. Es fand die Vollendung, die Otto Lilienthal einst schon vorgegeben hatte.
Mittlerweile hat sich die Geschichte so weiterentwickelt, dass es nicht nur Hobby-Segelflieger gibt, sondern eben auch eine richtige Bundesliga und vereinzelte Weltmeisterschaften.