Der Motorsegelflieger

Motorsegelflieger – gibt es so was überhaupt?

Sicher haben Sie sich schon so manches Mal gefragt, ob es denn einen Motorsegelflieger wirklich gibt. Was wir bisher unterscheiden konnten, waren entweder Segelflieger oder Motorflieger. Und tatsächlich gibt es eine Mischung aus beidem.

Der Unterschied ist, Motorsegelflieger haben einen eigenen Motor. Sie brauchen nicht durch ein anderes Flugzeug in die Luft gezogen werden, oder mittels einer Seilwinde nach oben transportiert werden. Motorsegelflieger startet man wie ein herkömmliches Flugzeug von einer Startbahn aus. Bis zur gewünschten Höhe haben Sie bei einem Motorsegelflugzeug die Möglichkeit, durch den Motor nach oben zu fliegen. Ist eine bestimmte Höhe erreicht, dann kann der Motor abgestellt werden, und der Flieger segelt durch die Lüfte.

Dies ist eine Flugmethode, die von vielen Vereinen für Touristen angeboten wird. Da bei Motorsegelflugzeugen nicht unbedingt die geeignete Thermik oder genügend Aufwind vorhanden sein muss, bietet sich ein Motorsegelflieger an für diejenigen, die zum ersten Mal ihre Begegnung mit der Luft machen wollen.

Ein komisches Gefühl entsteht auch bei einem Motorsegelflieger, wenn in schwindelerregender Höhe der Motor abgestellt wird, und das Flugzeug leicht wie eine Feder durch die Luft gleitet.

Wer einfach mal den Extrakick erleben möchte, und Herr über die Lüfte zu sein wünscht, der ist genau richtig in einem Segelflieger oder in einem Motorsegelflugzeug. Hier haben Sie die einmalige Chance, beinahe schwerelos der Sonne entgegen zu gleiten. Während bei einem Segelflugzeug der Flugspaß nur einige wenige Minuten andauert, kann man bereits Motorsegelflüge buchen, die bis zu einer Stunde dauern.

Die Erklärung hierfür ist ja ganz logisch. Jeder Segelflieger kommt bei ungünstigen Thermik- und Windverhältnissen relativ schnell wieder auf den Boden der Tatsachen, da er ja nur von reiner Luft angetrieben wird. Bei einem Motorsegler ist dies etwas anders. Denn er hat die Chance, wenn der Aufwind nicht so ideal ist, den Motor dazuzuschalten. Somit ist also der Flugspaß mit 100-prozentiger Sicherheit länger erhalten zumindest so lange, wie Treibstoff an Bord ist.